Termine

Blogeinträge

20.04.2021
Lange Stille
Guten Tag, liebe BesucherInnen. Vor einigen Tagen fiel mir auf, daß ich ewig lange schon nichts mehr mitgeteilt...

21.06.2020
Corazón latino Terminkorrektor
Hallo, erst einmal ein dickes Danke für die Treue, in der z.B. heute schon wieder 33 mal meine Homepage angeklickt...


Blog

30.07.2016, 16:23

....richtig müde .....

Immer häufiger geschieht es, daß Menschen mich von irgend einem Auftritt her kennen, mitunter nach vielen Jahren. Das ist dann eine ganz große Freude.
Beim Männerchorfest in Brombach/Odenwald hatte ich den Auftrag zu moderieren einfach fünf Minuten vorher erfahren.
Da helfen dann ein paar sachlich brillant passende Lieder einfach saugut. Die Orffeo-Gala-Show war inreißend - vor allem im historischen Barockambiente der Dorfkirche dort.

Das Solokonzert in der Magalenenkapelle in Straßenheim war
bis auf einen Platz voll und es gab nur euphorische Rückmel-
dungen - mit Ausnahme der bitteren Klagen über die Sitzbänke, die in ihrer direkten, körperlichen Erfahrung das Prinzip christlicher Läuterung durch Rückenschmerzen verdeutlichten. Ob das mit der einstündigen Konzertbegrenzung wegen fehlender sanitärer Anlagen wirklich stimmte, ist nun sehr fragwürdig ......

Am Donnerstag stand nun endlich die Buchvorstellung über
Pfälzer Auswandererschicksale im Stadtarchiv Ludwigshafen an. Zwar ist das Buch immer noch nicht über einen Digital-
vorabdruck hinausgekommen, aber die Veranstaltung konnte nicht nochmal verschoben werden. Es war wohl seit mehreren
Jahren die erste Veranstaltung, die bis auf den letzten Stuhl vollbesetzt war. Damit hatte niemand gerechnet. Die
Zusammenarbeit zwischen der Leserin, Lektorin und Verlags-
inhaberin Marita Hoffmann und mir klappte hervorragend. Die
Auswahl der Lieder oblag mir und wieder einmal war ich sehr
glücklich über mein Archiv. 50 Jahre Liedersammeln war also
nicht umsonst.
So steht nun nur noch die literarische Weinprobe im Neckar-
stadtbuchladen am 6. 8. an, dann ist ein voller Monat Ruhe
bis zum Gisamanikonzert, wieder in der Magdalenenkapelle
(orthopädisches Keilkissen nicht vergessen!) am 4. 9. Und
dann sind wir, Daniela und ich in einem Haus direkt am Ufer
in Kroation, ziemlich dörflich. Erst im Oktober geht es wieder gut weiter. Herrliche Ruhe-Aussichten.

Der Wallstadt-Abend zum 1250-jährigen Jubiläum hatte ein böses Nachspiel, was eigentlich bei den sehr gelungenen Beiträgen mit meinen Mitmusikern unterschiedlischster Richtung etwas verwundert. Aber in Wallstadt geht es nicht um Musik. Es geht um Klüngel und Machen, was den gleichen Wortstamm hat wie Macht. Musiker sind ein
notwendiges Übel,weil sie Leute anziehein und entertainen. Als ich ein paar Euro wollte an Benzinkosten für die von auswärts anreisenden Mitmusiker meiner Bands, bekam ich keine Antwort. Als ich nach dem Auftritt an diese Anfrage erinnerte, lehnte man das Anliegen ab mit der Begründung, ich hätte ja vorher aussteigen können. Ich, der ich 40 Prozent aller Beiträge geleistet habe. Man hat mir also die
Frage nicht beantwortet, um mein Entertainment zu konsumieren und haut mir dann um die Ohren, ich hätte ja aussteigen können. Fazit: Ausser im Buchladen, der von diesem Wallstadtklüngel ebenso fies, schäbig und schädigend
behandelt wird, spiele ich in Wallstadt keine Note mehr.
Weiterhin ehrenamtlich mach ich wie seit 15 Jahren meinen
CBS-Singkries und das Petrus-Seniorensingen und sicher noch Tausende von Benefiz- oder Nonprofit-Konzerten - aber nicht
in Wallstadt. Wallstädter kann man nicht werden, sagte man uns im Kirchenchor, das ist man oder man ist es nicht. Mein
Gott, bin ich froh, daß ich es nun doch nicht geworden bin, sondern ziemlich das Gegenteil.

Man stelle sich vor: Ein Buchladen bekommt keine Festbroschüre zum Auslegen, der Metzger schon. In Wallstadt
gibt es ein Büchlein über alte Gasthäuser. Es wird beim
Getränkehändler verkauft, den Buchladen hat man nicht einmal über die Erscheinung informiert. So ist das in Wallstadt.

Tja, was Gutes hat es auch. Ich habe nun viel Zeit für wunderbare andere Projekte... allen voran das Fado-Projekt
mit Ana Cristina,der Portugiesin und mein lange schon angepeilter Kanon-Singkreis, von dem Ihr Euch gerne angesprochen fühlen dürft. Einmal monatlich, geleitet von einem bezahlten Dirigenten, jeweils 2-4 Kanons erlernen.
Kanontrauma aus der Schule?? Kein Problem - Kanons sind leicht zu lernen, sind mehrstimmig, sie gehen nicht ohne
die andeen, jeder gibt jedem etwas zur Gesamtleistung und
sie machen viel her. Gibt es mehr Belohnung???

Meldet Euch.

Euer Alfredo

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