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04.08.2018
Kunstpfeifen im ′Kirchle′
Mit großer Freude kann ich Euch, den Besuchern, eröffnen, daß seit heute bei youtube.de ein Video eingespielt ist...

15.06.2018
Historische Radlerlieder / Kunstpfeifen
Hallo, Ihr lieben Interessenten an meiner Arbeit. Vergangenes Wochenende hatte ich im Rahmen einer...


Blog

05.07.2017, 20:30

Sommerpause - Zeit und Ruhe für das Letzte

Mehr als die Hälfte der Radler-Lieder-CD ist bereits verkauft. Die lokale Presse schweigt auch sie tot. Dieses Schicksal traf auch Karsten Recke, einen genialen zeitgenös-sischen Klangeexperimentierer. Wen sonst noch, weiß man nicht, denn was nicht erscheint, fällt auch nicht auf. Da kann man sich vorstellen, was einem sonst noch alles vorenthalten wird. Na ja, dem Chefredakteur des Mannheimer Morgen schriftlich vorzuwerfen, er mißbrauche unverantwort-lich seine demokratische Pflicht, weil er weder bereit ist, eine Massenveranstaltung zum Thema nahendes Desaster der Geburtshilfe in Deutschland anzukündigen noch danach darüber zu berichten, war natürlich starker Toback. Brauch ich mich nicht wundern, daß ich jetzt ausgeblendet werde. Hierarchie
ist gottgegeben, Rache ist menschlich, was in Familie, Kindergarten und Schule nicht ausgelebt werden durfte, wird eben später in Chefetagen munter ausgelebt. Die eigenen Kinder erzählen es ja in einem fort, dass sich offenbar nichts geändert habe - außer der smarten Fachsprache für die Sauereien.

Ganz im Stillen hab ich am Bodensee Großartiges erlebt. Ich
wurde schon zum zweiten Mal geholt, eine Beerdigung musikalisch zu gestalten. 120 Trauergäste sangen wunderschön
einen Kanon, einen dreistimmigen Satz von Eichen-dorff/Bresgen und am Ende ′Nehmt Abschied, Brüder...′ nach dem schottischen Original. Alle Lieder einstudiert erst vor Ort. Und als Solo erlaubte ich mir, die Nachtigall aus
Bosnien, gepfiffen und begleitet auf Gitarre. Und es war ge-
nau die Balance zwischen Tag und Nacht, zwischen Trauer und Neuanfang - eben wie der Gesang der Nachtigall. Wie das Lied zu mir kam, ist sowieso eine unglaubliche Geschichte. Es war so atemberaubend still. Und ein anderes Mal lachten die Leute kurz - und niemand fand das unpassend. Es war ein Geschenk an mich, auf so eine stimmende Weise Teil einer Gemeinde zu sein - von Freunden und Unbekannten gleichermaßen. Ja, Diener soll sie sein - die Musik. Dann gibt es keinen Stolz mehr - nur noch ein Glücksgefühl im
Innern. Mit allen, die dabei sind.

Und jetzt steht sie an - die CD oder gar das Video mit der
Kunstpfeiferei. Immer mehr Leute warten darauf. Ich selbst inbegriffen. Ich freue mich riesig auf die Premiere im Herbst.
Es wird mein größtes Werk werden.

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